Die Erzählförderung der Europäischen Märchengesellschaft e.V.

1. Die Europäische Märchengesellschaft e.V.

Die EMG vereinigt Wissenschaftler/innen unterschiedlicher Fachrichtungen, Erzähler/innen, Künstler/innen, vor allem aber Märchenliebhaber, die sich und anderen immer wieder neu Wahrheit, Weisheit und Schönheit der Märchen erschließen wollen. Sie veranstaltet jährlich ca. 60 Seminare zur Märchenkunde und -deutung, zur Erzählförderung und zum kreativen Umgang mit Märchen.

2. Die Erzählförderung der Europäischen Märchengesellschaft

Die Erzählförderung will Interessierten die Möglichkeit geben, das Erzählen von Märchen zu erlernen und ihre Kenntnisse über Märchen zu erweitern. Die EMG veranstaltet jährlich ca. 60 Seminare zur Märchenkunde und -deutung, zur Erzählförderung und zum kreativen Umgang mit Märchen.

Verantwortlich für die Erzählförderung ist die Vizepräsidentin der EMG. Sie wird von einem Kreis erfahrener Seminarleiter/innen unterstützt, die als Lehrende und als Tutoren die Erzählförderung mittragen.
Im Mittelpunkt der Erzählförderung stehen die überlieferten Volksmärchen, an deren Texten sich die Erzähler/innen streng orientieren. Die erzählende Interpretation ist der Sinnerschließung und der Wahrheit des Märchens verpflichtet. Die Sprechausdrucksmittel müssen stimmig sein und frei von jedweder theatralischen Selbstdarstellung.

Die Erzählförderung umfasst zwei Phasen. In der ersten, zu der mindestens fünf Seminare gehören, wird Grundlegendes zur Kunst des Erzählens vermittelt. Am Ende der ersten Phase wählt jeder Erzähler einen Tutor, mit dem er ein öffentliches Erzählen bespricht und die weiteren Seminare plant.
Die zweite Phase dient der Vervollkommnung in der Kunst des Erzählens und erweitert die Kenntnisse über das Märchen und seine Bedeutung.

Nach der Teilnahme an insgesamt mindestens zehn Seminaren, unter denen sich sieben Erzählseminare und wenigstens drei Seminare zur Märchenkunde befinden müssen, können sich die Teilnehmer/innen an der Erzählförderung in Absprache mit dem Tutor zur Abschlussveranstaltung melden. Der Meldung bei der Geschäftsstelle der EMG in Rheine sind die Seminarscheine, eine Liste des Erzählrepertoires, eine Zusammenstellung der bisherigen Erzählaktivitäten und die Empfehlung des Tutor/der Tutorin beizufügen.
Die Abschlussveranstaltung umfasst ein öffentliches Erzählen auf einem Kongress der EMG und ein Gespräch, an denen außer einem Tutor zwei weitere, vom Vorstand berufene Mitglieder der EMG teilnehmen.

Bewerbern/Bewerberinnen, die bereits über mehrjährige öffentliche Erzählerfahrung verfügen, wird die Möglichkeit gegeben, ihr Können auf einem Vorstellungsseminar mit Kolloquium unter Beweis zu stellen, das einmal im Jahr stattfindet. Zur Teilnahme ist eine Repertoireliste vorzulegen, die mindestens 30 Märchen, darunter 10 Zaubermärchen und 2 Märchen der Brüder Grimm, umfasst.
4 Wochen vor dem Seminar werden von der Seminarleitung (zwei Kursleiter, ein Mitglied des Vorstandes) aus dem eingereichten Repertoire 5 Märchen ausgewählt, von denen 2 während des Seminars vorgetragen werden.

Wer die Erzählförderung bzw. das Vorstellungsseminar erfolgreich abgeschlossen hat, erhält eine Urkunde der EMG und wird in die Gilde der Erzählerinnen und Erzähler der EMG aufgenommen.

Die Erzählförderung ist keine Berufsausbildung. Sie bietet aber die Chance, sich in der Kunst des Erzählens zu vervollkommnen, um so die Wahrheit und den Zauber des Märchens weiterzutragen und anderen in der Begegnung mit der Welt des Märchens Lebensmut und Lebensfreude zu geben.

3. Literaturliste speziell zur Erzählförderung

a) Bücher zur Märchenkunde:

b) Zeitschriften: