EMG - Schriftenreihe - Band 16 -

"Tod und Wandel im Märchen"

Herausgeber: Ursula Heindrichs und Albert Heinz, Ulrike Kammerhofer
ISBN 3-89875-972-5 (1991 - 200 Seiten)

Bild: EMG Buch Band 16 "Tod und Wandel im Märchen"zum Inhalt:

Obwohl im Märchen vom »Gevatter Tod« der Tod leibhaftig auftritt, kennt das Märchen den Tod eigentlich nicht. Die Helden werden zwar oft von ihren Neidern in den Tod geschickt, aber sie kommen als Verwandelte, Gereifte daraus wieder hervor. (Der Teufel mit den drei goldenen Haaren, Frau Holle)

Die Mutter stirbt zwar, aber sie bleibt anwesend im Baum, der Aschenputtel mit vielen Wundergaben zum Glück verhilft. Nebenfiguren und Böse werden vernichtet, oder sie vernichten sich selbst: für die Hauptfiguren aber ist der Tod die große Verwandlung. Davon erzählen der »Froschkönig«, der »Machandelboom« und die Märchen aller Völker auf immer neue und andere Weise.

Die Moral des Märchens ist das Glück (Bausinger), und das bedeutet nicht Tod, sondern Leben.

Beiträge Übersicht:

  • Isidor Levin
    Motto
  • Ursula Heindrichs
    Einführung
  • Otto Betz
    Lebensweg und Todesreise
  • Leander Petzhold
    Tod und Jenseits in Märchen und Sagen
  • Lutz Röhrich
    Die Todesauffassung in den Gattungen der Volksdichtung (Märchen, Sage, Exempel)
  • Heinz Rölleke
    Der Tod in den Märchen der Brüder Grimm
  • Jürgen Janning
    Das erste Märchen von der Unke
  • Felicitas Betz
    Tod und Wiedergeburt in einem sibirischen Märchen
  • Heino Gehrts
    Von Tod und Toten in den Urkulturen
  • Walter Scherf
    Tod und Dämonisierung im Zaubermärchen - Metapher wofür?
  • Rainer Wehse
    In siedendem Öl gegart - Die Todesstrafe im Märchen
  • Nelly Naumann
    Das verborgene Bild des Todes im japanischen Märchen
  • Franz Vonessen
    Die große Verwandlung: Sich fürchten lernen


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