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Rudolf Geiger (1908-1998) war ein Märchenerzähler von Rang. Ob seiner Erzählkunst genoss er seit Jahren weithin besonders auf den internationalen Kongressen der EMG die lebhafteste Verehrung eines kundigen Publikums.
Sein Verhältnis zu Märchen fand er als reiner Liebhaber, zunächst bildnerisch: Er fertigte in einer von ihm selbst entwickelten Technik großformatige Transparente zu Grimmschen Märchen (bis zu 25 Bilder in einer Serie), die er dann im verdunkelten Raum, dazu das Märchen im originalen Wortlaut frei erzählend, vorführte. Dies vor Kindern, aber noch mehr vor Erwachsenen (Kranken) im Rahmen einer psychiatrischen Klinik, deren Geschäftsführer er 14 Jahre lang war. Durch die intensive Verbindung mit einem Märchen über lange Zeit ergaben sich Interpretationen aus seiner Feder, die im Druck vorliegen: Rudolf Geiger, Märchenkunde. Mensch und Schicksal im Spiegel der Grimmschen Märchen (Stuttgart Urachhaus 1982) und zahlreiche weitere Veröffentlichungen vor allem im Verlag Urachhaus.
Laufzeit: 60 Minuten
Musik: Improvisation Hugibert Meyer
Leier: Hugibert Meyer
Ton-Aufnahme: Jürgen Grote
Titelbild: nach einem Transparent zum "Eisenhans" von Rudolf Geiger